Samstag, 28. März 2015

Tomaten selber züchten Teil 1: Richtig aussäen



Hallo ihr Lieben,

das hier ist der erste Teil einer vierteiligen Serie rund um das Thema Tomaten selber züchten.
Es folgen noch:

- Teil 2: Tomaten richtig pikieren
- Teil 3: Tomaten richtig auspflanzen
- Teil 4: Eigenes Tomatensaatgut gewinnen

Wenn ihr noch Fragen rund um das Thema Tomaten habt schreibt sie gerne mit in die Kommentare, ich werde sie dann versuchen in die folgenden Artikel mit einzubauen.

Heute geht es erstmal um das Richtige aussäen:

Saatzeitpunkt:
Tomaten werden ab Februar bis Mitte März ausgesät. Wer den richtigen Zeitpunkt verpasst hat kann auch im April noch aussäen, meistens wachsen die später gesäten Pflanzen schneller, weil sie deutlich mehr Licht bekommen. Dementsprechend holen die das noch auf.

Wo rein säen:
Tomaten werden auf der Fensterbank vorgezogen. Das heißt, dass sie nicht direkt im Freiland ausgesät werden, sondern vorab in gewünschte Behälter. Das können zum Beispiel Eierpappen, Pflanztöpfe, Multitopfplatten, Plastikbecher mit einem Loch unten drin, oder ähnliches sein.
Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann, so dass die Tomaten keine nassen Füße bekommen.
Was das Substrat angeht gibt es viele verschiedene Meinungen. Viele meinen man muss Jungpflanzen in spezielle Aussaaterde pflanzen. Ich pflanze meine Tomaten seit Jahren in ganz normale Blumen- oder Gartenerde und es hat bisher immer gut funktioniert. Ihr könnt aber auch eure eigene Aussaaterde herstellen.
Der gewünschte Behälter wird zu 2/3 mit Substrat gefüllt, die Erde etwas festgedrückt und die gewünschte Anzahl Tomatensamen auf die Erde gegeben. Sie sollten mindestens 1/2 cm Abstand zueinander haben. Keine Sorge, bevor sie sich völlig verknoten werden sie noch vereinzelt! ;-)
Die Tomatensamen jetzt etwa 0,5 bis 1 cm dick mit fein gesiebter Erde abdecken und leicht andrücken. Danach solltet ihr sie vorsichtig angießen. Die Erde sollte ab jetzt stets feucht gehalten werden.
Ihr könnt auch eine Tüte oder einen Deckel (am besten sind diese kleinen Zimmergewächshäuser) über euer Pflanzgefäß geben. Das steigert die Luftfeuchtigkeit und die Tomaten keimen besser. Nur solltet ihr dann darauf achten, dass ihr das Pflanzgefäß regelmäßig lüftet, sonst gibt es Schimmel.
Wenn ihr mehrere verschiedene Tomatensorten aussät solltet ihr die Sorten jetzt unbedingt gut beschriften.

Standort:
Die Tomaten brauche zum Keimen eine Temperatur von ca. 21 Grad. Ihr solltet sie also in einen warmen Raum auf eine sonnige Fensterbank stellen. Die Temperaturen sollten auch nachts nicht unter 15 Grad sinken.
Sobald die Tomaten "geschlüpft" sind brauchen sie sehr viel Licht, sonst "vergeilen" sie. Das heißt, dass sie lang und dünn schnell dem Licht entgegen wachsen. Dadurch bekommen die späteren Pflanzen nur dünne instabíle Stängel. Zur Not solltet ihr die Tomaten nach dem Keimen etwas kühler stellen, damit sie kompakter wachsen.
Wenn sie etwas größer sind könnt ihr sie auch täglich "streicheln", das simuliert den Wind den sie im Freiland abbekommen würden und so werden die Stängel kräftiger und widerstandsfähiger.

Und weiter:
Nach ca. zehn Tagen sollten eure Tomaten gekeimt sein. Sobald genügend Samen gekeimt sind könnt ihr die Haube weg lassen, die braucht ihr jetzt nicht mehr. Evtl. wie oben beschrieben die Tomaten etwas kühler stellen und regelmäßig "streicheln".
Die ersten Blätter der Tomaten sind die Keimblätter. Sie sind oval und haben einen glatten Rand. Das danach folgende Blattpaar sind die ersten "richtigen" Blätter mit der klassischen gezackten Tomatenform (außer spezielle Sorten). Sobald eure Tomaten dieses "echte" Blattpaar haben ist es Zeit für Schritt zwei, das Pikieren, also vereinzeln. Mehr dazu um nächsten Artikel.

Viel Erfolg beim Aussäen!

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Kommentare:

  1. ich lasse die Samen immer 48 Stunden in einem feuchten Küchenpapier "aufquellen" dann keimen sie schon nach 2 - 3 Tagen. Heuer habe ich wieder eine Quote von über 90 % bei 21 Sorten. Ich freu mich schon, sind schon richtig schöne kräftige Pflanzen. -:)

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